Die Hochwassermarke in Yerseke

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Die Hochwassermarke in Yerseke

Am alten Fischereihafen von Yerseke befindet sich eine Flutmarkierung, die an die Flutkatastrophe von 1953 erinnert. Es zeigt, wie hoch das Wasser in der Nacht des 1. Februar 1953 stand und erzählt die Geschichte eines Dorfes, das nur knapp einer Überschwemmung entging.

Eine aufregende Nacht an der Oosterschelde

Obwohl viele Gebiete in Zeeland schwer von der Katastrophe betroffen waren, blieb Yerseke selbst schließlich trocken. Dennoch war die Situation besonders gefährlich. Der Zanddijk am Rande des Polders Kruiningen konnte das Wasser zurückhalten. Gleichzeitig stand der Oosterscheldedijk, insbesondere am Damm in Yerseke, ebenfalls unter starkem Druck. Zu verschiedenen Zeiten sah es so aus, als würde der Deich nachgeben. Augenzeugen berichteten später, dass der Wasserstand manchmal plötzlich um mehrere Zentimeter sank. Dies hatte eine ungewöhnliche Ursache: In anderen Teilen Zeelands, wie Schouwen-Duiveland und Tholen, wurden mehrere Polder überflutet. Dadurch konnte ein Teil des Wassers abfließen und der Druck auf die Deiche in Yerseke wurde vorübergehend verringert.

Wie hoch stand das Wasser?

Die Hochwassermarke am alten Fischerhafen zeigt die Höhe des Wassers am frühen Morgen des 1. Februar 1953 gegen 04:00 Uhr an. Auf dem Hafenplateau erreichte das Wasser eine Höhe von etwa 4,85 Metern über dem Meeresspiegel. Obwohl das Wasser gefährlich hoch stand, gelang es dem Dorf, eine Überschwemmung zu vermeiden.

Rettungen durch Yerseker Fischer

Am frühen Morgen des 1. Februar 1953 traten die Fischer von Yerseke in Aktion. Mit ihren Booten fuhren sie in die stark betroffenen Gebiete, um Menschen zu retten. Vor allem im Polder Kruiningen und in mehreren Poldern auf Schouwen-Duiveland wurden groß angelegte Rettungsaktionen durchgeführt. Dank dieser Bemühungen konnten viele Dutzende von Menschen in Sicherheit gebracht werden.

Ein Dorf, das verschont wurde

Im Gegensatz zu vielen anderen Orten in Zeeland gab es in Yerseke keine Todesopfer. Das Dorf blieb trocken, aber die Bedrohung durch das Wasser war in dieser Nacht überall zu spüren. Die Hochwassermarke am alten Fischereihafen erinnert daher nicht nur daran, wie hoch das Wasser stand, sondern auch an die angespannten Stunden, in denen das Dorf am Rande der Katastrophe balancierte – und an den Mut der Fischer, die ihre Boote einsetzten, um andere zu retten.

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