Im Dorf Bath erinnert eine Flutmarke an die Flutkatastrophe von 1953 und an den höchsten Wasserstand, der hier am 1. Februar 1953 erreicht wurde. Die Markierung erzählt die Geschichte eines Dorfes, das schwer getroffen wurde, und von den tapferen Einwohnern, die versuchten, Leben zu retten.
Am frühen Morgen des 1. Februar, gegen 3.30 Uhr, wurde der Bürgermeister von Rilland-Bath von Herrn Walrave aus Bath alarmiert. Das Wasser trat über den Deich und der Polder Reigerberg, in dem Bath liegt, drohte schnell zu überfluten. Der Stadtschreiber, Herr P.J. Dansen, wurde angewiesen, Alarm zu schlagen. In der Zwischenzeit fuhren der Bürgermeister, Herr de J.A. de Goffau, und der Feuerwehrchef H. de Hartog mit Taxis und Bussen in Richtung des Dorfes, um die Bewohner zu evakuieren. Das Wasser stieg weiter an und durchbrach schließlich den Deich. Wie ein dichter, tiefhängender Nebel wälzte sich das schäumende Wasser über die Landschaft. Bei ihren Bemühungen kamen der Bürgermeister und der Aufseher A. Cysouw, der sich dem Evakuierungstrupp angeschlossen hatte, elendig um.
Früher in der Nacht, gegen zwei Uhr, schlug das Wasser bereits gegen die Betonwände. Jan Walraven, Jan de Nooijer und mehrere andere Männer gingen von Haus zu Haus, hämmerten an Fenster und Türen, weckten alle auf und wiesen darauf hin, dass das hoch gelegene Regierungsgebäude (das alte Zollamt) noch sicher sei. Dank ihres mutigen Einsatzes konnten viele Einwohner von Bath später über den Deich in Richtung der Bath-Polder in Sicherheit gebracht werden. So konnte noch viel menschliches Leid verhindert werden.
Im Polder Reigerberg stand das Wasser am Sonntagmorgen, 1. Februar, etwa 3 Meter über NAP. Am Nachmittag stieg es weiter an und erreichte eine Höhe von 3,75 Metern NAP. Leider forderte die Katastrophe auch hier Opfer. Neben dem Bürgermeister und Herrn Cysouw kamen 10 weitere Menschen, darunter fünf Kinder der Familie Nijsse, ums Leben.
Zum Gedenken an die Opfer wurde auf dem allgemeinen Friedhof am Valckenisseweg ein Denkmal errichtet. Ein separates Denkmal für den ertrunkenen Bürgermeister, Herrn de J.A. de Goffau, steht in der Nähe des Kirchturms der ehemaligen reformierten Kirche am Bathseweg.
Das aktuelle Hochwasserzeichen wurde auf Initiative von Herrn Wim Thoen, einem damaligen Einwohner von Bath, angebracht. Es befindet sich an der Wand eines Hauses in der Arsenaalstraat 18 und erinnert an die Höhe des Wassers und an die Ereignisse, die Bath im Februar 1953 für immer veränderten. Das Zeichen symbolisiert die Kraft des Wassers, die Zerbrechlichkeit des Landes und den Mut der Bewohner, die versuchten, ihr Dorf und sich gegenseitig zu retten.